Donnerstag, 14. Mai 2015

Was bedeutet „Missets“? + Lyrics

die Missets = die Falschgestellten, die Fehlgeschlagenen, die falsch Festgelegten, die Fehlplazierten, die falsch Gepolten, die fehlerhaft Eingestellten (im Kopf?)
- die falsche Gang/ Clique, fehlerhafte Freaks

 Auf der Chrome-EP von DAT ADAM gefällt mir das Lied „Missets“ am besten, aber was bedeutet „Missets“??! (Das beschäftigt mich jetzt schon seit Tagen, deshalb der Post.)

Das Wort gab es wohl in dieser Form noch nicht, das heißt, es ist ein Neologismus (Wortschöpfung). Man kann es also nicht einfach in ein Übersetzungsprogramm eintippen und bekommt die Bedeutung des Wortes auf Deutsch.

Das englische Wiktionary sagt (http://en.wiktionary.org/wiki/misset):

misset = mis+ set

Verb (Tuwort)
1. to set, adjust or calibrate something incorrectly
(etwas falsch setzen, einstellen oder kalibrieren)
2. to place something in the wrong location
(etwas an der falschen Stelle plazieren)
- third-person singular simple present: missets
(dritte Person singular Präsens, also er/sie/es/man)
Adjective (Adjektiv, Wie-Wort)
1. incorrectly set
(falsch eingestellt/ gesetzt/ festgelegt)

misset = mis+ set
mis = falsch, fehlerhaft, fehl-

set = fest, festgelegt, starr; vergebene, bestimmter; bereit/fertig
ODER set = Clique, Personenkreis, Freaks
ODER set = Fernseher, Radiogerät
ODER set = Stellung, Haltung
ODER set = Richtung, Lauf

Jedoch benutzen die Jungs von DAT ADAM das Wort „Missets“ als Substantiv (Nomen/ „Dingwort“) – z.B. an dieser Stelle:
„Jeder Hater is‘ im Endeffekt doch nur eine Misset, die mad ist.“
Wer oder was ist mad? Die Misset.

Durch den unbestimmten Artikel „eine“ wissen wir, dass es „die Misset“ ist, also femininum/weiblich. 
Warum haben die Künstler das Wort weiblich gemacht? Wahrscheinlich, weil es dem Wort „Miss“ (Fräulein/Frau) so nah ist.

Ich komme zu dem Ergebnis:
die Missets = die Falschgestellten, die Fehlgeschlagenen, die falsch Festgelegten, die Fehlplazierten, die falsch Gepolten, die fehlerhaft Eingestellten (im Kopf?), Menschen mit einer falschen Haltung/Meinung, fehlgestellte Leute
- die falsche Gang/ Clique, fehlerhafte Freaks

Wie sind Missets?
- „so mad, so mad, so mad, so mad, so mad, so mad, so mad, so mad…“
(wahnsinnig, verrückt, geisteskrank, durchgeknallt, irre, böse, wütend, sauer)
- „Ihr hatet im Internet, Alter.“
- sind „Neider“, „haben selbst leider noch nichts geschafft“ und „kompensieren ihr Scheitern mit Hass“

DAT ADAM auf den VideoDays 2015 in Berlin

Um herauszufinden, was „Missets“ bedeutet, habe ich den Text des Songs aufgeschrieben.
Es gibt zwar gute Lyrics auf Genius (http://genius.com/6339380), aber das ist meine Interpretation:

DAT ADAM - Missets

Jo, jo, jo – this is [scratch/Kratzen]
Representin‘ [scratch/Kratzen]
Seoul City, u know what I’m sayin‘?
Fuck with my ninjas DAT ADAM!
(Chin-cha, chin-cha, outoba)
[...]
I’m out, motherfuckers.

Yeah.
Ihr seid so mad, ihr seid so mad,
Mad, so wie Benson.
Egal ob Rap oder Fashion,
F-für Future-Shit habt ihr echt kein Verständnis.
ABER,
Ich geb‘ kein‘ Fick drauf, was Menschen
LABERN.
Hydra mit‘m [scratch/Kratzen] nächste
SAGA
Wenn ich durch die Straßen laufe, trage ich ein Pokerface im Gesicht, so wie Lady
GAGA

(No-na-pi-tschosa)
Denn die – Welt in – der ihr – lebt – bewegt sich – nur in
SLOW-MO
(HEEEEEEY)

Jeder Hater is‘ im Endeffekt doch nur eine Misset, die mad ist.
(MISSETS)
You (all) can‘t dress like the Squad mit eurem „Criminal Demage“!

Keiner von uns wird gestoppt,
Wir sind on Top,
Nick‘ mit dem Kopf.
Wenn ihr meint, wir könn‘ nicht rappen,
dann haltet die Fresse und spitzt die Ohren wie Mister Spock.

(HEEEEEEY)
Ohne Witz?
Was redet ihr über die Clique?
(CLIQUE)
Ihr hatet im Internet, Alter.
Schämt ihr euch eigentlich nich‘?
MISSETS!

[Chorus/ Refrain]
(Hydra Clique)
(OU!)
Missets so mad, so mad.
All the Missets so mad, so mad.
(Mad, (Missets) mad, mad.)
Missets so mad, so mad.
So mad, so mad, so MAD!
(mad – MAD – mad – MAD – mad)

Alles, was anders is‘, könn‘ sie nicht haben.
Sie seh’n die Welt in schwarz-weiß,
doch wir sehen die Welt in Farbe.
Und weil wir da sind,
wo sie auch gerne wär’n, wo sie auch gerne wär’n,
fucken sie sich ab, ah
we don’t give a fuck, bra
denn ihr Gerede hat überhaupt keinen Wert.

Denn ihre Sicht ist zu verdreht.
Sie verurteil’n, was sie nicht versteh’n.
(Nicht versteh’n)

Hey,
wir können nichts dafür, dass deine Welt so
unglaublich kein is‘.
Und du nicht drauf klar kommst,
dass du uns in keine – deiner – Schubladen reinkriegst. (reinkriegst)
(Ou)
Also fuck uns nich‘ ab.
Wir machen das Guap (guap, guap),
Kein‘ interessiert, was ihr sagt.
Es sei denn das Squad.
Platzt direkt rein in die Charts,
Und alle Neider trifft’s hart,
Denn sie haben selbst leider noch nichts geschafft,
Und kompensieren ihr Scheitern mit Hass!
(ihr) Missets!

[Chorus/ Refrain]
(Hydra Clique)
(OU!)
Missets so mad, so mad.
All the Missets so mad, so mad.
(Mad, (Missets) mad, mad.)
Missets so mad, so mad.
So mad, so mad, so MAD!
(mad – MAD – mad – MAD – mad)

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NACHTRAG am 14.05.2015 um 12.38 Uhr: 

Das ist also die Auflösung: 
Misset ist kurz für Missgeburt 

die Misset = Missgeburt 
(deshalb auch weiblich)
Missets = Missgeburten 

Rätsel gelöst! :D

Dienstag, 5. Mai 2015

VideoDays 2015 in Berlin – Eine Kritik

Die Location
Die „Arena Berlin“ ist eine etwas abgewrackte große Halle an der Spree, neben dem Badeschiff. Drinnen ist es wirklich trist und dunkel, aber es hat für den VideoDay sehr gut funktioniert. Für die Show musste es ja dunkel sein und groß genug war das Ding auch. Es waren viele Leute da, aber man hatte nie das Gefühl von extremen Massen, Gedränge usw. Meine Toleranzschwelle für Massen ist allerdings auch sehr hoch, weil ich das aus Berlin gewohnt bin und auch vom VideoDay (und GamesCom) in Köln kenne.

Die Menschen
Tja, die Menschen waren entspannt – so sind die Berliner! Aber Stadtstolz beiseite: klar haben die weiblichen Teenies bei ihren Idolen wie Ardy und Taddl oder Y-Titty lauthals gekreischt und hier und da sind auch Tränchen geflossen (Ergriffenheit? Freude? Angst? Mutti verloren?). Aber allgemein war die Stimmung wirklich entspannt. Niemand ist durch die Gegend gerannt oder hat einzelne YouTube bedrängt, sodass sie sich unwohl gefühlt haben (so viel ich mitbekommen habe).
Andererseits gibt es in Berlin immer das Problem: wir Berliner sind nicht so leicht zu begeistern! Auch große, internationale Stars haben zuweilen ihre Probleme, das Publikum in Berlin zum Ausrasten zu bringen. Wir haben eben schon viel gesehen, waren bei einigen Konzerten, heißen viele Stars aus der Filmbranche bei der Berlinale willkommen.
Wenn also manch YouTube-Star enttäuscht von den Reaktionen des Publikums gewesen sein sollte – es war nicht eure Schuld. ;)  

Der Termin
YouTube-Veranstaltung für Jugendliche (und Kinder) in Berlin am 1. Mai… Zwischen Kreuzberg und Neukölln… Also diesen Termin hat wohl niemand verstanden.
Okay, seit einigen Jahren gibt es am 1. Mai nicht mehr so viel Krawalle in Berlin, aber die halbe Stadt ist auf den Beinen! Ausnahmezustand, alle feiern auf den Straßen, die U-Bahn fährt an einigen Stationen durch, weil zu viele Menschen ein- und aussteigen wollen.
Die „Arena Berlin“ ist nur ein paar Minuten Fußweg entfernt vom „Schlesischen Tor“ und da war die Hölle los.
Ich glaube zwar nicht, dass es um den Veranstaltungsort Sicherheitsprobleme durch den 1. Mai gab, aber die Besucher der VideoDays mussten dort ja irgendwie hin- und dann wieder wegkommen. Also Krachten (der Veranstalter) meinte, dass Berlin wohl nur mit diesem Datum einverstanden war, aber für den nächsten VideoDay in Berlin würde ich auf jeden Fall einen anderen Termin vorschlagen.

Der Preis
24,90€! Vierundzwanzig Euro und neunzig Cent! Also für mich war das viel Geld, da muss ich in meinem Studentenjob drei Stunden arbeiten, um das zu verdienen.
Klar, man bekommt einiges bei der Live-Show geboten – aber das sind keine Profis auf der Bühne, das sind keine ausgefeilten Auftritte. Also Quantität ja, Qualität naja.
Mit 13 Jahren hätte ich lange mein Taschengeld sparen müssen, bis ich 24,90€ zusammen gehabt hätte… Ja gut, damals gab es noch keinen Euro, aber das wären ja dann fast FÜNFZIG D-MARK!!

Die Verpflegung
Viel zu Essen und Trinken gab es leider nicht. Ich habe mir eine Lift-Apfelschorle für 2€ + 1€ Pfand mit Chip gekauft und eine Currywurst aus dem Wagen draußen: 2€ die Wurst, 30 Cent das Brötchen dazu – „ES GIBT KEINE POMMES MEHR!“ wurde da stundenlang gerufen. Currywurst passt super zu Berlin und ist ein guter Snack für zwischendurch. Leider waren die Schlangen ständig sehr lang.
Am Strandbereich (der mal zugänglich war, mal nicht) gab es zwar noch einige Angebote, aber das war alles sehr teuer, z.B. Burger für 6€.
Also hier könnte es wirklich mehr Angebote geben. Schließlich sind alle mehrere Stunden vor Ort, da muss man etwas essen und trinken.

Die Security
Bei den VideoDays haben sowohl die YouTuber als auch die Besucher immer viel mit der Security zu tun, deshalb möchte ich etwas dazu sagen. Es war genügend Security vor Ort und die Sicherheit aller Menschen ist für mich immer das aller wichtigste.
Die Probleme fangen immer bei den „Passierscheinen“ an: Wer darf wo und wann mit welchem Bändchen und welchem Schildchen durch?! Es gab wohl insgesamt 16 verschiedene Farben von Bändern und 4 unterschiedliche Kärtchen zum Umhängen.
Einerseits sind solche Systeme sinnvoll, aber andererseits hatte man das Gefühl, dass sich die Regeln diesbezüglich je nach Person und Tageszeit änderten und dass die Security das System auch nicht immer verstanden hatte.
Ich will jetzt nicht die ganzen Beispiele beschreiben, in denen Personen mit dem und dem Bändchen da und da hin wollten und durften und nicht durchgelassen wurden und von den Personen, die nicht durch durften und mit einfachen Tricks doch durch konnten. Also ich hatte gar keine Bändchen und Kärtchen und war trotzdem hinter der Bühne (wo die Akustik leider ganz schlecht war, logischerweise) und am Strand und sonst irgendwo.
Ich weiß nur von einem Fall, in dem zwei riesige Security-Typen einen kleinen, schmächtigen YouTuber vom Gelände schleiften (wirklich, seine Füße schleiften auf dem Boden), weil er „Chill mal…“ gesagt hatte.
Da gab es sicher wieder einige strittige Situationen, aber ich kenne das auch so aus Berlin: wenn es irgendeinen Stress gibt, dann wird kurzer Prozess gemacht, ohne Diskussionen. Nur waren alle auf diesem VideoDay friedliche, junge Leute ohne Aggressionen und Feindseligkeiten. Vielleicht fehlte manchmal etwas Fingerspitzengefühl.

Ein Security-Mann bekam den Titel „Teenieschieber“ ^^
https://twitter.com/mx_boenke/status/594214877096321024

Die Crew
Zur Organisation gehören auch immer freiwillige Helfer. Diese sind meistens ziemlich jung und sehr motiviert ganz nah an den VideoDays zu sein und tatkräftig zu helfen. Leider bekommen sie manchmal Frust und Ärger ab und dürfen einiges nicht. Zum Beispiel durften sie zwar am Rand der Bühne stehen (im „Backstage-Bereich“), durften aber nicht jubeln. Oder sie waren für das Catering der Stars zuständig, haben aber selber nichts zu essen bekommen. Ich weiß natürlich nicht genau, wie das alles gelaufen ist, aber ich kenne einige der Crew-Mitglieder schon länger und mir wurde das so erzählt:
Hier einige Tweets dazu:
https://twitter.com/Vicky_Freaky/status/594960029297582080 
 

Also von mir: danke liebe VideoDays-Crew!
Grüße an Ilayda :P


Tag 1 – Community Day
Beim Kartenkauf musste man sich entscheiden: 11 bis 15 Uhr oder 15 bis 19 Uhr. Das habe ich nicht wirklich verstanden und wusste nicht, wofür ich mich da entscheiden sollte. Es ging wohl darum, dass nicht alle auf einmal kommen und die Massen so auseinandergezogen werden. Ich hatte dann die Karte für das zweite Zeitfenster und das war wohl die bessere Entscheidung. Denn schon Stunden vor dem Einlass um 11 standen die Fans in der Schlange und warteten draußen. Zum Glück war das Wetter schön, aber angenehm war das sicher nicht. So sah die Schlange aus: https://twitter.com/FRITZde/status/594063071649406976

Als ich dann so um 16 Uhr eintrudelte, war draußen gar keine Warteschlange und ich bin ganz entspannt rein. Schlangen gab es dann zu bestimmten YouTubern, natürlich „DAT ADAM“ und ich denke Y-Titty.
Warteschlangen
Ich ging in den „Community-Bereich“ und suchte nach Freunden, die ich ewig nicht gesehen hatte und durch den VideoDay endlich wiedertreffen konnte! 
Der Bereich neben der Arena war glücklicherweise offen (das wurde wohl eher kurzfristig entschieden, wie ich gehört habe) und wir saßen entspannt in der Sonne, am Sandstrand und auf dem Steg an der Spree.
Hier vermischten sich die YouTuber mit den Fans, aber alles blieb gechillt – so Berlin eben. 
ganz gechillt
- so sieht der VideoDay in Berlin aus

Insgesamt hatte dieser Community-Day aber nicht viel zu bieten. Eben Autogramme von und Selfies mit den YouTube-Stars, aber sonst nichts. Es gab natürlich Merchandise von den YouTubern, aber leider nicht von YouTube selbst. Es gab wohl einen Stand von Canon, aber der sah ganz verloren aus.
Ich persönlich hätte mit mehr Attraktionen neben den Autogrammstunden gewünscht. Aber vielleicht wollten die jungen Fans genau das: Autogramme, Fotos, T-Shirts und Poster von ihren Stars?
Ich weiß, dass einige YouTuber und VideoDay-Besucher immer wieder gute Ideen und Verbesserungsvorschläge haben. Leider wurde kaum etwas davon realisiert.

Fazit: Nett, entspannt, die Organisation hat wohl geklappt – aber da ist noch viel Luft nach oben!
YouTuber-Merch und ein rennender Krachten


Tag 2 – LIVE SHOW
Nach der YouTube-Space-Party am Vorabend schaffte ich es leider nicht zum Auftakt der Show um 13 Uhr, aber es gab ja zum Glück einen Livestream! Vor der Show gab es noch eine nette Talk-Runde, moderiert von MrTrashpack und Melissa (Mademoiselle Opossum) - das war sehr angenehm und interessant! Super Aufwärmphase vor der Show, auch wenn nicht alle YouTuber es dort hin geschafft haben, die eigentlich kommen sollten (ich kann mir die Gründe für das Nichterscheinen denken…).

Die Show fing an, moderiert vom Daniele Rizzo, den ich sehr mag und schätze. Er ist ein Profi und hat das super gemeistert. Seine Co-Moderatorin Shirin David hat wohl nicht so viel Erfahrung, denn das wirkte sehr holprig, einer der ersten Sätze war: „Ein Schauer ist hier durchgekommen.“ …was?
Danach verschiedene Akts, alles ganz schön, alles ganz nett. In der Show-Pause war ich dann auf dem Weg zur Arena (wie durch ein Wunder habe ich an beiden Tagen direkt einen Parkplatz gefunden).
Nach der Pause der große Höhepunkt: der Auftritt von DAT ADAM! Ich war ja von dem Album („Chrome-EP“, sechs Songs für 3,99€ im iTunes Store) nicht so begeistert, vor allem von den verzerrten Stimmen (ich weiß, das ist ein Stilmittel und ich verstehe, dass es „trotzdem“ vielen gefällt). Aber der Liveauftritt war ziemlich gut! Live haben mir die Lieder viel besser gefallen und ich würde das Album als Live-Ausgabe sogar kaufen. Die Performance war eher lasch, aber da fehlt wohl auch Erfahrung und Anleitung – war schließlich der aller erste Auftritt von Ardy und Taddl als DAT ADAM (OMG Weltpremiere!).
DAT ADAM auf der Bühne
Danach gab es wieder Auftritte, einige Aktionen und Preise wurden verliehen. Besonders gefeiert habe ich die Auftritte "meiner" Berliner YouTuber: KingUDERZO und Jay & Arya ^^
Vor allem hat mich gefreut, dass DarkViktory den Playbutton für Innovation (hieß das Ding so?) für TubeClash gewonnen hat! Da steckt so viel Arbeit und Liebe drin, die drei Jungs haben es absolut verdient. 
 

Dann gab es noch den grandiosen Prank von BullshitTV – sie haben den goldenen Button für eine Million Abonnenten bekommen. Aber als sie auf die Bühne kamen würden sie von allen ausgebuht und warfen daraufhin den Preis mit voller Wucht auf die Bühne, wodurch er in viele kleine Stücke zersprang! Die Leute hinter der Bühne und einige YouTube-Stars waren schockiert und wussten nicht, was los war. Die Auflösung: die Jungs von BullshitTV hatten das vorher mit den Zuschauern abgesprochen (habe ich im Livestream mitbekommen) und der goldene Button war ein extra angefertigtes Replik. Aber da am Anfang der Show  nicht alle die Absprache mitbekommen hatten(wie gesagt, 13 Uhr, die Nacht vorher große YouTube-Space-Party…), war das ein super Prank! Gut Organisiert, ist aufgegangen und niemand ist zu Schaden gekommen.


DieLochis hatten einen guten Auftritt – die Songtexte sind zwar gar nicht mein Fall, aber die Performance auf der Bühne war super. Dafür, dass die beiden erst.. 15? 16…? sind, haben sie ja doch schon ein bisschen Erfahrung auf der Bühne.
Der krönende Abschluss waren good-old-Y-Titty: sie können es, die Leute waren begeistert, starkes Ende für die VideoDays. Nach all den Stunden Live-Show waren dann aber auch alle glücklich, dass es zu Ende war.

Wehrmutstropfen für mich persönlich: DieAussenseiter waren nicht da und das ist auf solchen Veranstaltungen immer mein Highlight :D

- Ich hoffe, der Stream wird bald in voller Länge bei YouTube veröffentlicht?! (https://www.youtube.com/videoday)

Danke für den schönen Tag - ihr seid echt gute Menschen! <3
Fritz-Radio
Fritz-Radio ist zufällig mein Lieblingsradio und hat zufällig das ganze Wochenende vom VideoDay und allgemein über YouTube berichtet. So war z.B. MrTrashpack im „High Noon“ (um 12 Uhr) und hat so einiges zum Thema „YouTube und Ihr“ erzählt (Podcast hier: http://download.fritz.de/podcasts/high_noon/2015/high_noon_youtube_und_ihr_(30_04_2015)_20150430.mp3) – sehr interessant!
Auf den VideoDays dann wurden immer wieder Leute kurz interviewt so z.B. der Christoph Krachten und der Manniac.

Hier eine Liste aller Themen zu YouTube bei Fritz-Radio:
Youtuber in Schichtarbeit http://download.fritz.de/audios/reportagen/2015/04/reportagen_youtuber_in_schichtarbeit_20150430.mp3
YouTuber ganz privat http://download.fritz.de/audios/reportagen/2015/05/reportagen_youtuber_ganz_privat_20150501.mp3
Mit Veranstalter Christoph Krachten auf der Couch http://download.fritz.de/audios/reportagen/2015/05/reportagen_mit_veranstalter_christoph_krachten_auf_der_couch_20150501.mp3
Meet and Greet der YouTuber http://download.fritz.de/audios/reportagen/2015/05/reportagen_meet_and_greet_der_youtuber_20150501.mp3
Manniac - Zeichnen auf YouTube http://download.fritz.de/audios/reportagen/2015/05/reportagen_manniac___zeichnen_auf_youtube_20150501.mp3
Auf der Couch mit Bullshit TV http://download.fritz.de/audios/reportagen/2015/05/reportagen_auf_der_couch_mit_bullshit_tv_20150501.mp3

 Mein Lieblingsradio hat mich perfekt durch das YouTube-Wochenende in Berlin begleitet :)


DIE PARTYS

1. Pre-Party von Endemol Beyond
Pro: Angenehme Party mit YouTubern und YouTube-Menschen aus allen Netzwerken! Hohe Tiere, YouTube-Stars und andere Internet- und Entertainment-Gestalter aus den verschiedensten Bereichen trafen friedlich und entspannt zusammen.
Die Location in Friedrichshain war klasse. Es gab drei Bereiche: vorne die Bar und viele Sitz- und Stehgelegenheiten. Weiter hinten die Toiletten und eine (unbewachte) Garderobe, danach ein großer Raum mit Couches und Sesseln – ideal für gemütliche Gespräche. Ganz hinten war ein Tanzbereich mit DJ. Die Getränke waren alle kostenlos!

Contra: Zu eng! Die Location war gut, aber nicht für so viele Menschen ausgelegt. Vor allem im vorderen Bereich musste man sich ständig durchquetschen.
Die Musik war leider nicht so toll und es hat immer nur eine Handvoll Leute getanzt.
Vor der Eingangstür stand ein „Bewacher“, der uns von der Tür wegscheuchte – ein paar Türen weiter oder auf die andere Straßenseite. Die Betreiber des Lokals wollten wohl keinen Stress mit den Anwohnern, die direkt über dem Lokal wohnen. Verständlich, aber nervig.

Fazit: Angenehme Party mit einer gemischten Truppe – zum Wieder-Treffen und Endlich-Reden! Superschöner Auftakt, danke EndemolBeyond! :)

2. YouTube Space Berlin – Party
Pro: Perfekte Location und sehr gutes Catering – die größte und glamouröseste YouTube-Party Berlins!
Großer Bereich zum Tanzen, eine Bühne mit Bildschirm, DJ über der Tanzfläche,  Couches und Barhocker zum Sitzen, Tische zum Stehen, Raucherbereich draußen. Getränke waren alle kostenlos und man konnte sich sogar selbst Flaschen aus Kühlschränken nehmen. Draußen gab es Fleisch vom Grill mit Soßen, Salat usw., Fleischspieße auf Tabletts wurden herumgereicht, danach Obst am Spieß mit Schokolade, danach Eis am Stiel… einfach alles!
Die Party war sehr gut besucht, aber nicht überfüllt. Es gab ein bisschen Programm auf der Bühne, aber nicht zu viel. Es ging vor allem um Gespräche und ums Tanzen.

Contra: Nur geladene Gäste und nur mit Vertrag! 
Es sollten wirklich nur die Leute reinkommen, die eingeladen wurden und auf den Listen standen – da gab es ganz klare Regeln. Bevor man eintreten durfte, musste man einen zweiseitenlangen Vertrag unterschreiben. Darin ging es wohl um Regeln und Rechte, was man in den Räumlichkeiten des YouTube-Space machen darf und was nicht, z.B. ungefragt fotografieren und filmen. Ich hatte mir das nicht durchgelesen und deshalb den ganzen Abend Angst überhaupt mein Handy herauszuholen – darf ich ein Selfie machen? Darf ich über die Party twittern…?

Fazit: Ausschweifende Party mit allem Luxus, den man sich wünschen kann – feiern auf Google-Kosten macht sehr viel Spaß!
Foto auf Toilette gemacht - das war doch erlaubt, oder...?


3. Aftershow-Party von Mediakraft
Pro: Der Stress ist endlich vorbei, jetzt kann gefeiert werden! Die Location war typisch Berlin – heruntergekommene Industriehallen an der Warschauer Straße. Laut, bunt, Dreck, Kunst, anders, besonders, manchmal nervig. Aber hier konnte man die ganze Anspannung fallen lassen und einfach hart abfeiern.

Contra: Die Musik war zu laut!! Wir haben uns Taschentücherpapier in die Ohren gesteckt, um nicht taub zu werden. Durch die laute Musik konnte man sich natürlich nicht unterhalten und folglich war vor der Halle meistens genauso viel los wie drinnen – eben die typische Subparty draußen.
Der DJ war nervig, hat immer wieder die gleichen Songs gespielt und er dachte, er wäre der Coolste. Einige Gäste mochten ihn aber, da gibt es wahrscheinlich verschiedene Ansichten. Aber wir durften mit den Musik- und Lichtreglern spielen, das haben einige natürlich gefeiert.
Getränke waren nicht kostenlos, man bekam am Eingang zwei Getränke-Schnipsel (für eine Marke = alkoholfreies Getränk, für zwei = mit Alkohol). Danach waren die Getränke sehr teuer, ab 7€ aufwärts. Naja, aber im Verlauf des Abends haben wir die Rolle mit den Marken aufgetrieben und es gab wieder kostenlose Getränke ;)

BTW: Mediakraft-Party ohne den Krachten? Das war schon merkwürdig… Und da gab es noch diese Konkurrenz-Party der VideoDays, für die man goldene VIP-Bändchen brauchte. Da aber niemand wusste, wie die andere Party war und weil man keine Freunde mitbringen durfte (die nicht-goldenen-VIP-Menschen), ist da fast niemand hingegangen…

Fazit: Verrückte Party bis 4 Uhr morgens, als der DJ den Saft abdrehte.

Gesamt-Party-Fazit: Drei Tage Party mit YouTubern = sehr viel Spaß & gute Gespräche!
Die grauen Mäuse hinter den Monitoren und vor den Kameras sind richtige Partyfreaks,  ich sage mal „Sex, Drugs & Rock’n‘Roll“ …


YouTube-Wochenende in Berlin – FAZIT:
Ich habe mich unglaublich gefreut, dass die ganzen YouTuber in meiner Stadt waren und ich entspannt zu allen Veranstaltungen gehen konnte, ohne zu überlegen wie ich fahren muss oder wo ich schlafen kann! :D
Allgemein finde ich die Entwicklung sehr schön, dass Berlin immer mehr zu einer wichtigen YouTube-Stadt wird: viele Netzwerke und Produktionsfirmen sowie ein YouTube-Space sind jetzt in Berlin, einige YouTuber ziehen auch hier her.
Immerhin sind wir die Hauptstadt – warum nicht auch die YouTube-Hauptstadt!!?

Kram... kann das weg?

Grüße,
Vicky

P.S. Andere Meinung? Nicht einverstanden mit meiner Kritik? Schreib doch einen Kommentar! ;D

Freitag, 30. Januar 2015

Why I need to visit the USA?

There are too many questions:

  • Do they really sell milk in plastic containers?
  • Why they don't have fences around their houses?
  • Can you really eat potato chips on a sandwich?
  • McDonald's: Is the smallest cup of cola really the biggest one in my country (0,5l)?
  • Are the lane markings on the streets really yellow instead of white?
  • Do I really get automatically coffee refills in diners? And are the cans for decaffeinated coffee marked orange?
  • Are people in LA really so good looking and sporty?
  • Are there really metal fire ladders on the back of the houses in New York?
  • Are all school busses so typical like we see it in movies?
  • Do every older man in Texas have a cowboy hat and a big gun?
  • Is WAL MART a creepy place?
  • How the food at "Taco Bell" tastes?
  • Are there really so many fat people…?
  • What is American football about? What are the rules? And do Americans really think football is called soccer and it's for little girls?
  • Can you really make a barbecue between trailers next to a stadium?
  • Can you really get married in Las Vegas without an appointment and while you're drunk?
  • Are the cars really so big and are there really so many pickup trucks? Do wood-shoded estate cars exist (and is it real wood…?)?
  • How the new WTC in New York looks like?
  • Do they eat hot dogs with sauerkraut on the streets of New York?
  • Are the bills really all in green (no other colors?) and are there almost no coins, so that your purse is full of paper?
  • How a big Mormon church looks like?
  • Are there mostly top-load washing machines and no front-load ones?
  • Do all sockets look like shocked smilies? D=
  • Are sweets (like chocolate cake) really full of sugar and more sweet than our sweets? And is healthy food really that expansive?
  • How real american pancakes with maple syrup taste like??
  • What is really written at the signboards in front of churches?
  • How big is the Statue of Liberty and can I go up to the crone?
  • Are the controls on american airports really so strict?
  • Are there really these metal mailboxes with little red flags in front of american houses?
  • Do Americans really say "…and God bless America!" in everyday life?
  • Do they really love their flag so much and have shirts, skirts, bags etc. with Stars and Stripes?
  • Are there really commercial breaks on tv shows every ten minutes??
  • How big is the Grand Canyon?
  • Do the town "Forks" from "twilight" exists and is it really raining there every day?
  • How is it to celebrate Thanksgiving Day?
  • What is written at the stickers on the back of cars?
  • Can you really order caramel or butter to your popcorn at cinema theatre?
  • Why is the paper in notebooks yellow? (Does it called legal pad?) And do the sheets have tree holes (instead of two)?
  • How speedometers with miles instead of kilometers look like?

à Don't tell me the answers, I need to figure it out on my own!
I'm trying to collect the money for a USA-trip since many years. One day, ONE DAY, I will answer all this questions :)


Freitag, 1. Februar 2013

Du bist, was du postest?




Ist es nicht ziemlich gemütlich hier in unserer Internetwelt?
Wir können alles machen, was wir wollen. Alles schreiben, jedes Bild reinstellen, jedes Video hochladen, alles posten, was wir möchten.
Naja, ein paar Beschränkungen gibt es – man darf nicht hetzen, Kinderpornos sind verboten usw., das ist auch richtig. Aber Zensur im Internet soll hier nicht mein Thema sein.

Ich wollte mal drüber schreiben, wie sich Leute im Internet so geben im Vergleich zum sog. REAL LIFE.
Ich gehe erst einmal von mir aus: Ich gebe mich im Internet meistens so, wie ich auch wirklich bin. Ich sage offen meine Meinung und versuche niemanden zu beleidigen. Ich zeige es, wenn es mir gut geht. Ich möchte meine Erlebnisse teilen und anderen auch schöne Sachen zeigen, die ich so finde. Aber so wie im echten Leben bin ich eben auch mal traurig, wütend, enttäuscht. Auch das zeige ich im Internet. Ich schreibe darüber in Tweets oder wie letztens hier in einem Blog. Ich finde, sowas gehört zum Verarbeiten dazu – man muss über Sachen und Gefühle sprechen. Und das gehört zum Leben dazu.
Wenn ich bei Leuten immer nur fröhliche, positive Sachen lese, dann denke ich mir: Ist der wirklich so? Hat er keine schlechten Zeiten? Spielt er eine Rolle? Wer ist dieser Mensch wirklich?

Leider ist es so, dass einige Leute ungerne negative oder gar depressive Sachen, auch „Emo-Zeug“ genannt, lesen möchten. Ich habe viele Nachrichten bekommen, dass die Leute nicht möchten, dass ich so negative Dinge schreibe. Einige waren besorgt, andere merkwürdigerweise wütend. Ich verstehe nicht ganz, wie meine schlechte Stimmung andere Menschen wütend machen kann, aber ich versuche es zu verstehen.

Nach so viel Gegenwehr habe ich mich für 2 Wochen komplett aus dem Internet zurück gezogen – ich habe mein iPhone ausgemacht (nur über SMS oder Anruf auf altem Handy erreichbar) und bin auf keine Plattform im Internet gegangen – habe nur Mails gecheckt.
Nach den 2 Wochen bin ich auf die ganzen Plattformen zurück gekehrt. An meiner Stimmung hatte sich aber nichts geändert, also habe ich einfach so weitergemacht, wie woher. Doch das stört tatsächlich viele.

Paradoxerweise haben kürzlich Studien der Technischen Universität Darmstadt und der Humboldt Universität Berlin ergeben, dass Facebook-User oft frustriert und traurig sind (Link zur Studie http://warhol.wiwi.hu-berlin.de/~hkrasnova/Ongoing_Research_files/WI%202013%20Final%20Submission%20Krasnova.pdf – Tabelle auf Seite 4 ist interessant).
Facebook-User stellen meistens positive Dinge ein: Fotos aus dem Urlaub, von der letzten Party, neue Klamotten, neue Liebe, neues Videospiel. Einige regen sich gerne auf und hoffen meistens auf Zuspruch der anderen, aber die wenigsten machen ein Foto davon, wie sie z.B. weinen. Man möchte keine Schwäche zeigen, auf negative Erlebnisse und falsche Entscheidungen ist niemand stolz. Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild von dem User. Man sieht so die Einträge bei Facebook und fängt an sich schlecht zu fühlen. Anscheinend geht es allen super und sie kriegen ihr Leben auf die Reihe. Wenn ihr größtes Problem die kaputte XBOX ist, dann habe ich echt die mega große Probleme…
Diese Studie hat also auch ergeben, dass Menschen sich im Internet positiver zeigen, als sie sind und das macht andere Menschen auch noch traurig, neidisch, wütend.
Irgendwie läuft das doch alles verkehrt, oder?


Nun frage ich mich:

Sollte man im Internet nur über Positives schreiben?
Ist das dann nicht so, als würde man sich verstellen?
Sollte man eine Rolle im Internet spielen?
Ist die virtuelle Identität eine ganz andere als die im RL?

Ich gehe davon aus, dass ich ein relativ unbekannter Mensch im Internet bin. Ich bin ein ganz normaler User, wie andere auch. 
Aber da gibt es zum Beispiel die „großen“ YouTuber, die oftmals schon zu richtigen Stars geworden sind. Und Stars haben die Eigenschaft, dass sie Vorbilder sind. Massen an Menschen begeistern sich für das, was sie machen und was sie sagen.
Ich finde das ganz schön schwierig und gefährlich.
„Normale“ Menschen werden berühmt und müssen plötzlich damit umgehen, dass ihre Taten und Aussagen Auswirkungen haben.

„Ach wisst ihr: Schule ist nicht so wichtig. Das Zeug, was man dort lernt braucht niemand. Genießt lieber eure Jugend – jeder sollte mal abstürzen. Alkohol ist okay, Gras kann man auch mal probieren. Hab das alles durchgemacht und aus mir ist trotzdem etwas geworden.“

So etwas kann man (wenn man denn will) in einem persönlichen Gespräch sagen. Da weiß man, wer diese Worte empfängt und kann darüber diskutieren.
Aber wenn man das als relativ bekannte Person „öffentlich“ (also irgendwo im Internet) widergibt, dann hat das Folgen.
Junge Menschen suchen nach etwas, an dem sie sich festhalten können. Sie wollen herausfinden, wer sie sind und was im Leben wichtig ist. Und sie lassen sich leicht beeinflussen.
Ich lasse mich auch manchmal beeinflussen, aber mittlerweile bin ich 24 Jahre alt und habe ein paar Erfahrungen gesammelt. Ich kann auf mich aufpassen und eigene Entscheidungen treffen. Dreizehnjährige können das nicht.

Für wie wichtig man Schule hält und was man zu Drogen meint – Volljährige können das selbst entscheiden. Aber Minderjährige nicht. Es ist unsere Pflicht sie zu schützen.
Ich möchte kein spießiger Moralapostel sein.
Aber wenn ich mir vorstelle, dass ein junger Mensch wegen meinen Aussagen die Schule vernachlässigt, sich rumtreibt, keinen Abschluss macht, keinen Job findet, am Rande der Gesellschaft landet – dann könnte ich mir das nicht verzeihen.
Einige schaffen auch nach „Absturz-Zeiten“ die Kurve zu bekommen und alles wird gut. Aber das klappt meistens nur durch Rückhalt von Familie/ Freunden oder mit viel Glück.

Naja gut, ich hab jetzt hier irgendwie über zwei Themen geschrieben:
1. Kann man im Internet auch negative Gefühle zeigen oder sollte man sich nur positiv geben, weil das den Leuten besser gefällt?
und 2. Kann man als relativ bekannter „Internetstar“/ YouTube-Bekanntheit über Dinge schreiben, die junge Menschen eventuell negativ beeinflussen könnten?

Nachdem ich jetzt ein paar Jahre in diesem Internet rumhänge, habe ich eins gelernt: Ich muss bei ALLEM was ich poste – Schrift, Bilder, Videos, Audio – aufpassen und ganz genau über die Folgen nachdenken.
Einige Themen sich für mich absolut tabu: eigene Sexualität, Religion und alles, was mit meiner Familie zu tun hat. Ich habe für mich entschieden, dass diese Themen über mich nicht ins Internet gehören.
Bei allen anderen Themen muss ich genau überlegen.


Also ist das Internet doch nicht so frei, wie wir glauben? 
Müssen wir hier nicht genauso aufpassen, was wir sagen, wie im RL?
Auch im Internet kann man Menschen verletzen oder wütend machen.

Und auch bei diesem Blogeintrag überlege ich wieder, ob es besser wäre, das alles nicht zu schreiben…

Sonntag, 27. Januar 2013

FOLTER FÜRS HERZ


FOLTER FÜRS HERZ

Grauer dichter Neben um mich herum…
Ich sehe kaum, alles ist betäubt...
Mein Körper gehört nicht zu mir, er schwebt irgendwo nebenher.
Ich sehe beim Gehen wie meine Füße sich bewegen
aber ich spüre sie nicht, steuere sie nicht.
Irgendwelche Menschen sind neben mir, sie sprechen,
ich höre nur Rauschen, Geräusche ohne Sinn.
Meine Augen schmerzen, sind vertrocknet und rot.
Mein Kopf ist so schwer, dass er wohl gleich herunterfällt – Kopf verloren.
Traumatisiert.
Mein Körper fühlt sich leer an, hohl, innen ist alles tot, getötet.
Das Herz hat aufgehört zu schlagen.
Kein Gefühl für mich selbst, kein Gefühl für die Welt,
kein Gefühl.

Solange bis diese Bilder kommen, wie Stroboskopblitze,
wunderschöne perfekte Bilder der Vergangenheit,
diese grausam wundervolle Erinnerung
und die Gewissheit einer alten Welt die nicht mehr existiert.
Immer wieder Bilder, Gerüche, Gedanken und Gefühle,
sie kommen unerwartet, schlagartig.
Wie in Zwangshypnose,
vergangene Erlebnisse wiederhergestellt hinter den Augen
um die Seele zu quälen und lautlos rinnen die
Tränen unaufhörlich.

Plötzlich unerwartet seine Worte dort!
So schrecklich schmerzhaft,
ein Stechen im Auge, ein Stechen im Kopf, ein Stechen im Herzen,
Schmerzen.
Hundert Gedanken, gegensätzliche Gefühle
und am Ende nur Verletztheit, große Enttäuschung und unendliche
Traurigkeit.
Unglaubliche Traurigkeit, wie Tiefen im Meer,
dunkel und voller Tränen.
So viele Tränen.
Kraftlosigkeit in dunklem Nebel, Eiseskälte, hoffnungslos.
Keine Chance für die Zukunft, keine Träume, kein Glück, kein Licht,
nur tiefe düstere Abgründe ohne Farben
nur Schwarz und Grau
für immer.

Als würde jemand mit der Faust meinen Brustkorb durchbrechen,
splitternde Rippen, reißendes Fleisch.
Mit der Hand nach meinem Herzen greifen
und es mit mächtiger Kraft zerquetschen.
Das blutige Herz quillt zwischen den Fingern hervor.
Das Herz wird stärker und stärker gepresst
bis es schließlich ächzend zerspringt.
Das Herz grausam aus dem Körper gerissen,
wird es auf den kalten, dreckigen Boden geschmissen.
Und zertrampelt, mit aggressiver Energie und schweren Stiefeln
werden die Herzfetzen zertreten
und teilen sich in 1000 winzige Stücke.
Das Herz soll nie wieder schlagen,
es soll nicht ein einziges Mal mehr Freude haben.
Die schimmernde Illusion der  L I E B E  vergessen,
verdrängen,
ihre Existenz niemals mehr spüren.

Geist und Seele, Körper und Verstand
heruntergerissen in die Tiefen.
Für immer verloren, 
wie tot.

Mittwoch, 7. November 2012

Scheiß auf Karriere, ich werd‘ Hausfrau!



Wir leben in einem Land und in einer Zeit, da können Frauen ALLES. Sie können Chefs werden, also Chefinnen, sie können ganze Konzerne leiten, sie können eigene Firmen gründen und ach ja - sie können Bundeskanzler werden! Also Bundeskanzlerin



Ja, Emanzipation ist schon etwas Tolles. Obwohl Frauen wohl immer noch weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Sie bekommen also weniger Gehalt, obwohl sie die gleiche Arbeit verrichten. Und sie werden angeblich auch seltener in leitende Positionen gewählt - meistens aus dem Grunde, dass die männlichen Kollegen ihnen die Arbeit in höheren „wichtigen“ Positionen nicht zutrauen. Oder sie wollen sich einfach nichts von einer Frau sagen lassen.
Naja, die Frauenquote wird's schon richten.

Ja, wir Frauen können ansonsten aber wirklich alles erreichen. Und das sollen wir wohl auch 
- "Du solltest dein Abitur gut machen, damit du danach studieren kannst. Dann hast du später einen guten Beruf und verdienst ordentliches Geld!" 
Ja, das sagen alle, also ist das wohl der richtige Weg. Wir Frauen sind stak, klug, machen Karriere. Noch vor 50 Jahren wäre das undenkbar, damals hatten die Ehemänner das Sagen. 
Apropos Ehemänner - was ist eigentlich mit Heiraten? Kinder bekommen? Naja gut, Heiraten wird heutzutage und hier in Deutschland nicht als besonders erstrebenswert angesehen. Klar, Kinder sollte man schon bekommen, wir wollen ja nicht, dass die Deutschen aussterben. Aber um Kinder zu bekommen braucht man ein gesichertes Einkommen, am besten ein Haus mit Garten und ein großes Auto dazu. Wir wollen ja auch nicht unsere Eltern enttäuschen, die wollen, dass wir "es mal besser haben" und wir haben ja auch die Möglichkeiten heutzutage! Also sollte man zuerst studieren, vielleicht ein Jahr im Ausland verbringen, dann eine Zeit lang arbeiten und sein Leben in sichere, stabile Bahnen lenken. Danach ist man bereit für Kinder. 
Und man ist 35 Jahre alt. 

Ich bin jetzt 24 Jahre alt und gehe wohl den richtigen Weg - Abitur, Studium. Wenn ich mein Lehramtsstudium dann nach fünf Jahren beendet habe, muss ich ein Jahr als Referendarin arbeiten, um am Ende Lehrerin zu sein. Das ist ein "ordentlicher" Beruf mit solidem Gehalt. Die Frage ist natürlich - will ich das überhaupt? Und wann ist die Zeit für Ehe und Kinder endlich gekommen? 
Nun ja, da es noch nicht so weit ist, muss ich ja etwas machen - arbeiten, studieren, was auch immer. Es bleibt nichts anderes übrig - "Selbst ist die Frau!" Frauen müssen auch ohne Männer auskommen, sie müssen für sich selbst sorgen können. 
Okay, aber vielleicht möchte ich das gar nicht? Was ich wirklich möchte ist folgendes: ich möchte Ehefrau und Mutter sein! Ich möchte in einem kleinen Häuschen wohnen, dieses sauer und ordentlich halten, mich um die Kinder kümmern. Ich möchte Dekorationen passend zu Feiertagen und Jahreszeiten herrichten, ich möchte kochen und backen (lernen) und mich mit Freundinnen zum Quatschen und Stricken bei Kaffee treffen. Das ist mein Traum. 
Aber ich traue mich kaum dies jemandem zu sagen. Das sagt man hier einfach nicht. Wir sind doch starke Frauen und müssen... ähm, also KÖNNEN Karriere machen. 
Niemand möchte NUR Hausfrau und Mutter sein. 
Die Frauen-Generation meiner Mutter würde sagen: 
"Kind! Das stellst du dir zu schön vor. Das ist viel Arbeit und dir fällt die Decke auf den Kopf!" 
Vielleicht stimmt das. Aber vielleicht sagen das nur Frauen, die keine Wahl hatten und einfach früh Mütter geworden sind. Sie mussten diese Rolle einnehmen. Ob sie wollten oder nicht. Oder sie sind wirklich nicht besonders „häuslich“, gehen lieber nach draußen, feiern usw. Vielleicht stehen sie wirklich nicht auf Lichterkertzen, Barbies und Kakao am Kamin…
Ich glaube, das ist ein großes Problem unserer Generation - wir können ALLES machen. Uns stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung, es gibt keine Grenzen. Das ist natürlich sehr gut, wir leben nicht im Krieg oder hinter Mauern. Aber wenn wir alles machen können, heißt das nicht gleich, dass wir alles machen wollen. Was sollen wir uns überhaupt aussuchen? Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit, Harz IV? Was ist das Richtig? Und wann ist die "richtige" Zeit für Kinder? Wenn man alles richtig macht - Studium, Arbeit, Haus - dann ist man am Ende zu alt für Kinder. Wenn man im biologisch idealen Alter Kinder bekommt (also Anfang zwanzig), dann hat man doch gar keine Rücklagen und Sicherheiten. 
Okay, also kann man es nicht richtig machen, oder?

Ich unterhalte mich oft über solche Themen mit Freunden und weiß daher ganz sicher: viele Frauen in meinem Alter (Mitte zwanzig) wollen am liebsten Hausfrauen und Mütter sein. Aber sie machen alle etwas anderes. Karriere. So wie die Gesellschaft es erwartet. Zugegeben, es ist immer sehr einfach die Schuld der gesichtslosen "Gesellschaft" in die Schuhe zu schieben. 
Aber wenn wir Frauen machen können was wir wollen - warum machen wir dann nicht das, was wir wollen??!

Das war meine Abhandlung zum Thema Frauen und Karriere. Ich kann leider wenig dazu sagen, was die Männer in meinem Alter wollen. Wollen sie Karrierefrauen? Wollen sie Ehefrauen? Hausfrauen? Mütter? Irgendwie gar nichts davon. Karrierefrauen sind abschreckend, weil sie vielleicht klüger und erfolgreicher sind als ihre Männer. Kinder ja, aber später. Obwohl hier auch wieder niemand weiß, wann dieses „später“ eigentlich sein soll.
Wir sind die Generation der unbegrenzten Möglichkeiten, die verzweifelt versucht das "Richtige" zu machen und ihren Weg im Leben zu finden.