Sonntag, 27. Januar 2013

FOLTER FÜRS HERZ


FOLTER FÜRS HERZ

Grauer dichter Neben um mich herum…
Ich sehe kaum, alles ist betäubt...
Mein Körper gehört nicht zu mir, er schwebt irgendwo nebenher.
Ich sehe beim Gehen wie meine Füße sich bewegen
aber ich spüre sie nicht, steuere sie nicht.
Irgendwelche Menschen sind neben mir, sie sprechen,
ich höre nur Rauschen, Geräusche ohne Sinn.
Meine Augen schmerzen, sind vertrocknet und rot.
Mein Kopf ist so schwer, dass er wohl gleich herunterfällt – Kopf verloren.
Traumatisiert.
Mein Körper fühlt sich leer an, hohl, innen ist alles tot, getötet.
Das Herz hat aufgehört zu schlagen.
Kein Gefühl für mich selbst, kein Gefühl für die Welt,
kein Gefühl.

Solange bis diese Bilder kommen, wie Stroboskopblitze,
wunderschöne perfekte Bilder der Vergangenheit,
diese grausam wundervolle Erinnerung
und die Gewissheit einer alten Welt die nicht mehr existiert.
Immer wieder Bilder, Gerüche, Gedanken und Gefühle,
sie kommen unerwartet, schlagartig.
Wie in Zwangshypnose,
vergangene Erlebnisse wiederhergestellt hinter den Augen
um die Seele zu quälen und lautlos rinnen die
Tränen unaufhörlich.

Plötzlich unerwartet seine Worte dort!
So schrecklich schmerzhaft,
ein Stechen im Auge, ein Stechen im Kopf, ein Stechen im Herzen,
Schmerzen.
Hundert Gedanken, gegensätzliche Gefühle
und am Ende nur Verletztheit, große Enttäuschung und unendliche
Traurigkeit.
Unglaubliche Traurigkeit, wie Tiefen im Meer,
dunkel und voller Tränen.
So viele Tränen.
Kraftlosigkeit in dunklem Nebel, Eiseskälte, hoffnungslos.
Keine Chance für die Zukunft, keine Träume, kein Glück, kein Licht,
nur tiefe düstere Abgründe ohne Farben
nur Schwarz und Grau
für immer.

Als würde jemand mit der Faust meinen Brustkorb durchbrechen,
splitternde Rippen, reißendes Fleisch.
Mit der Hand nach meinem Herzen greifen
und es mit mächtiger Kraft zerquetschen.
Das blutige Herz quillt zwischen den Fingern hervor.
Das Herz wird stärker und stärker gepresst
bis es schließlich ächzend zerspringt.
Das Herz grausam aus dem Körper gerissen,
wird es auf den kalten, dreckigen Boden geschmissen.
Und zertrampelt, mit aggressiver Energie und schweren Stiefeln
werden die Herzfetzen zertreten
und teilen sich in 1000 winzige Stücke.
Das Herz soll nie wieder schlagen,
es soll nicht ein einziges Mal mehr Freude haben.
Die schimmernde Illusion der  L I E B E  vergessen,
verdrängen,
ihre Existenz niemals mehr spüren.

Geist und Seele, Körper und Verstand
heruntergerissen in die Tiefen.
Für immer verloren, 
wie tot.